Sie kennen das: Man sitzt vor dem Computer, der Kaffee ist kalt geworden und die RAW-Dateien vom letzten Shooting starren einen vorwurfsvoll an. Schnell mal eben entwickeln? Von wegen. Normalerweise beginnt dann das große Gefummel mit Belichtungsreglern, Schatten-Highlights-Tango und der ewigen Frage: "War das Licht wirklich so grausam oder bin ich einfach zu blöd?"
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Neulich saß ich beim Friseur. Einem neuen, der nur drei Minuten von mir entfernt ist. Er schneidet gut, keine Frage. Aber während ich da so sitze und in den Spiegel starre und er konzentriert meine Haare bearbeitet, beschleicht mich dieses seltsame Gefühl: Ich weiß einfach nicht, was ich mit ihm reden soll. Die Stille zwischen uns fühlt sich an wie eine zu lange Pause in einem schlecht geschriebenen Theaterstück. Wir sprechen höflich miteinander, über das Wetter, über den Kiosk nebenan. Aber es fühlt sich an wie ein Tanz, bei dem beide Partner unterschiedliche Musik hören.
Letzte Woche war ich bei einem Shooting im Freien. Das Model trug eine Sonnenbrille und zum Auflockern der Strecke sah das ganz cool aus. Nur meine Kamera war verwirrt: Kein Autofokus auf den Augen möglich. Das brachte mich zum Nachdenken: Wie erkennen Maschinen eigentlich Gesichter?
In der zeitgenössischen Kunst- und Fotografieszene erleben wir einen regelrechten Kult um Minimalismus und schnelle Produktion. Während unsere Großeltern noch Familienfotos wie Staatsschätze hüteten, füttern wir heute unsere Social-Media-Profile mit Bildern schneller als einen hungrigen Teenager. "Quick Content" ist der neue Goldesel.
Was Großmutter noch als Charakterschwäche abtat, entpuppt sich heute als besondere Gabe: Sensibilität. Ich nehme Sie mit auf eine Entdeckungsreise in die Welt der geschärften Sinne und zeige, warum wir dringend aufhören sollten, "Sensibelchen" als Schimpfwort zu verwenden.
Die Zeiten, in denen Menschen über die Angemessenheit von Bildern entschieden, sind längst vorbei. Heute scannen Algorithmen unsere Fotos nach jedem Quadratzentimeter Haut. Und das ist erschreckend einfach, wie ich Ihnen in diesem Artikel zeige.
Während ich hier sitze und an meiner Website herumbastele, wird mir bewusst: Vieles von dem, was ich im Hintergrund verbessere, fällt auf den ersten Blick gar nicht auf. Dabei passiert ständig etwas Neues! Höchste Zeit für ein kleines Update.
Kürzlich, beim abendlichen Streifzug durch die TV-Landschaft, blieb ich bei "First Dates" hängen — einer Sendung, die wie keine zweite den Zauber des ersten Augenblicks zelebriert. Amüsiert beobachtete ich, wie die Protagonisten, nach ihren ersten Eindrücken befragt, wie in einem wohlorchestrierten Ballett immer wieder denselben Tanz aufführen: "Diese Augen..."
Neulich beim Shooting fragte mich ein Model, ob ich wisse, was Male Gaze bedeutet. Natürlich wusste ich das nicht. Ich bin ja nur seit zwanzig Jahren Fotograf. Aber offenbar hat sich in den letzten Jahren eine ganz eigene Sprache entwickelt, um die Ungerechtigkeit der Welt zu beschreiben. Hier also ein kleiner Wegweiser durch den Dschungel der modernen Begrifflichkeiten (schön international).
Manchmal fragt man sich ja, warum die offensichtlichsten Lösungen so lange auf sich warten lassen. Da diskutiere ich kürzlich in einem Blogartikel, wie fantastisch es wäre, wenn Digitalkameras bereits eingebaute LUTs hätten. Also die Möglichkeit, beim Fotografieren direkt einen bestimmten Look auszuwählen und zu sehen. Und dann steckt die Antwort schon in meiner Hosentasche.
Ein gewöhnlicher Abend im Crazy Horse? Von wegen! Da sitze ich also in der ersten Reihe des legendären Pariser Cabarets und beobachte die Tänzerinnen, die auf einem Laufband an mir vorbeischweben. Als Fotograf achte ich natürlich auf Details. Und plötzlich fällt mir etwas ins Auge, das mich stutzig macht.
Neulich saß ich mit Alina beim Fotoshooting, als sie mir eine Geschichte erzählte, die so bizarr ist, dass sie nur aus dem Internet stammen kann. Dort, wo Menschen tagein, tagaus versuchen, die Grenzen des guten Geschmacks neu zu definieren.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Temperatur von etwas messen, das keine Temperatur hat. Etwas, das wir jeden Tag sehen, aber nie berühren können. Genau das tun wir, wenn wir die Temperatur von Licht messen.
Lassen Sie mich von meiner jüngsten digitalen Tragikomödie berichten. Meine Website — mein digitales Aushängeschild, mein virtuelles Ich — fing plötzlich an, sich wie ein störrischer Teenager zu verhalten. "HTTP/2 error server refused stream", flüsterte sie mir zu. Was für ein melodramatischer Abgang für meine Bilder.
Die Anpassung des Weißabgleichs in der Nachbearbeitung am Computer ist sehr einfach, vorausgesetzt, Sie haben keine gemischten Lichtquellen mit unterschiedlichen Farbtemperaturen. Andernfalls wird es unangenehm und macht überhaupt keinen Spaß. Deshalb ist es hilfreich, den korrekten Weißabgleich direkt vor Ort zu bestimmen.
Pancakes liebe ich zum Frühstück. Und noch mehr liebe ich sie als Objektiv an meiner Kamera. Klingt seltsam? Nicht, wenn man weiß, dass besonders flache Objektive in der Fotografenwelt liebevoll als "Pancakes" bezeichnet werden. Meine neueste Errungenschaft in dieser Kategorie ist das Viltrox 28mm.
Als leidenschaftlicher Fotograf und bekennender Farbenthusiast bin ich ständig auf der Suche nach Wegen, meinen Workflow zu optimieren. Wie schön wäre es, bereits im Moment der Aufnahme zu sehen, wie das Bild mit unserer individuellen Farbgebung aussehen wird?
Der Buchhandel erlebt derzeit eine bemerkenswerte Transformation. Allerdings nicht zum Besseren. Während soziale Medien von bearbeiteten Körperbildern überquellen, verschwinden kunstvolle Aktfotografie-Bildbände still und leise aus den Regalen.
Beim Betrachten von Filtern und makellos retuschierten Instagram-Feeds stelle ich mir die Frage: Warum fühlen wir uns oft mehr von den kleinen Fehlern, den unerwarteten Momenten und den unperfekten Bildern angezogen? Das Thema verfolgt mich schon eine ganze Weile und ich frage mich, warum ich Unperfektheit eigentlich besser finde.
Natürlich, die sozialen Medien verbinden uns alle irgendwie. Ein Herz hier, ein Kommentar da, manchmal sogar eine längere Nachricht. Aber kennen Sie das? Dieses leise Gefühl, dass zwischen all den Klicks und Likes etwas verloren geht? Die echte Begegnung, das direkte Gespräch, das gemeinsame Lachen über eine Geschichte, die man eigentlich gar nicht digital erzählen kann?
Es gibt ein neues Tool in der RAW-Konverter Software Capture One, das in der Branche für Entzücken gesorgt hat. Viele YouTuber riefen, es sei ein Game Changer und würde das Color Grading auf neue Ebenen bringen. Bei so viel Euphorie bin ich erstmal ein bisschen skeptisch.
Letzte Nacht, irgendwo zwischen Traum und Wachsein, kritzelte ich einen Gedanken für einen Blog-Artikel auf einen Zettel: "Der Berg wartet nicht auf den Bergsteiger." Was mein schlaftrunkenes Gehirn mir da servierte, brachte mich heute Morgen zum Schmunzeln. Und zum Nachdenken über die Vergänglichkeit in meinem Beruf.
In unserer schnelllebigen, digitalisierten Welt scheint Langeweile ein Relikt aus vergangenen Zeiten zu sein. Doch was wir als lästig empfinden, könnte in Wirklichkeit der Schlüssel zu unserer Kreativität sein.
Ein technisch perfektes Foto zu schießen ist heute keine große Kunst mehr. Die moderne Kameratechnik macht es möglich: ausgefeilte Autofokus-Systeme, präzise Belichtungsmessung und hochwertige Sensoren sorgen dafür, dass fast jedes Bild technisch einwandfrei gelingt. Doch zwischen einem technisch korrekten Foto und einem Bild, das berührt und Geschichten erzählt, liegen Welten.
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