Und ich frage mich, wie ich das jedes Jahr mache. Wie ich im Januar dasitze und nicht weiß, wen ich im Oktober fotografieren werde. Es ist ein bisschen wie Roulette spielen, nur dass ich die Kugel selbst ins Spiel bringen muss.
Deshalb dieser Text. Ein kleiner Reminder an alle, die schon länger überlegen, ob sie sich mal bei mir melden sollen: Jetzt wäre der Moment. Nicht irgendwann im Sommer, wenn mein Kalender schon wieder voll ist. Sondern jetzt. Egal, ob Sie Fotos für sich privat möchten (und damit meine ich wirklich für sich, denn privat bleibt privat), ob Sie Ihre OnlyFans-Seite mit vernünftigem Content befüllen wollen statt mit dem zehnten Badezimmer-Selfie, ob Sie schon immer mal Playmate werden wollten oder einfach nur neugierig sind, wie künstlerische Aktfotografie so abläuft.
Für meine eigenen freien Arbeiten suche ich nach wie vor nach neuen Typen. Frauen zwischen 18 und 30, sportlich, mit wenigen oder am besten gar keinen Tattoos. Und, das ist mir wichtig, mit einem Gesichtsausdruck, der nicht aussieht, als hätte man ihn aus einem Hochglanzkatalog kopiert. Sie wissen schon, was ich meine: Diese perfekt symmetrischen, glatten, viel zu makellosen Instagram-Gesichter. Die langweilen mich leider.
Ich suche echte Frauen. Mit Ecken. Mit Kanten. Mit diesem gewissen Etwas.
Und falls Sie jetzt denken: "Aber ich habe doch gar keine Erfahrung vor der Kamera", dann sagen Sie das nicht. Erstens arbeite ich gerne mit Newcomern. Zweitens entstehen manchmal gerade aus dieser Unsicherheit die interessantesten Bilder. Wenn jemand noch nicht (auf Instagram) gelernt hat, wie man "richtig" posiert, dann passiert oft etwas Magisches: echte Momente.
