Kissing in the Blue Dark: Mellow 24/35

Kissing in the Blue Dark: Mellow 24/35

Erwin gab mir den Tipp mit dem Drehort. Vielen Dank dafür! Und natürlich auch vielen Dank an das Flippermuseum Seligenstadt. Die deutsche Krimiserie "Ein Fall für Zwei" wurde hier bereits zweimal gedreht. Und nun konnte ich endlich meinen Wunsch verwirklichen, ein Aktmodell mit Spielautomaten zu fotografieren.

Lesezeit: 2 Min.

Margot habe ich 2020 als Playmate in den Playboy gebracht. So kennen wir uns schon lange und es hat die Zusammenarbeit erleichtert. Ich wusste, wie ich sie darstellen wollte. Durchaus ein bisschen sexualisiert, ohne aber billig zu wirken. Ich denke, ich habe da einen guten Mittelweg gefunden.

Margot hat wie die Faust aufs Auge zu diesem Thema gepasst.

Wie beleuchtet man eine Strecke, die in einer dunklen Flipperhalle spielen soll? Doch am besten mit dem vorhandenen Licht, habe ich mir gedacht. Nicht bedacht hatte ich allerdings, dass die Bildwiederholungsfrequenz der alten Bildschirme mir manchmal Streifen ins Foto bringen würde. Dadurch hatte ich recht viel Ausschuss später bei der Auswahl der Fotos.

Als Zusatzlicht habe ich mein Molus G60 Dauerlicht eingesetzt. Nur mit wenigen Prozent Stärke. Das hat vollkommen ausgereicht. Fotografiert habe ich mit ISO 1600 bis ISO 6400 und Belichtungszeiten um die 1/40s und 1/60s.

Für manche Aufnahmen habe ich ein Nebelspray verwendet, um eine verruchte Stimmung zu erzeugen.

Nebelspray
Hinter den Kulissen
Hinter den Kulissen

Als Kind spielte ich gerne das Autorennspiel Outrun an meinem PC. So einen coolen Spielautomaten wie im Museum hatte ich natürlich nicht. Aber es kamen alte Erinnerungen hoch, als Margot mit dem Ferrari Testarossa Spider (der übrigens nie in Serie produziert wurde) durch Kalifornien fuhr.

Die Geräuschkulisse in solch einer Spielhalle ist enorm. Wir waren alleine beim Shooting — aufgeschlossen und liebevoll gekümmert hat sich Reiner um uns. Das heißt, alle Automaten wurden extra für uns eingeschaltet. Es war sehr spannend, als sie langsam alle hochfuhren und es überall zu leuchten begann und sich die vielen Computermelodien vermischten. Wie gesagt, es war extrem laut.

Manchmal habe ich in meinem Blog schon über Inspiration und Ideenfindung geschrieben. Es hilft mir enorm, ein Ideenbuch zu haben und so meine Gedanken zu sortieren. Das Gesammelte baue ich nie 1:1 nach, sondern es bedeutet in erster Linie, dass ich mein Gehirn mit Bildideen füttere. Daraus entsteht irgendwann später mein eigenes Bild.

Beim Motiv mit Margot auf dem Motorrad wurde ich offensichtlich vom Film Career Opportunities inspiriert. Genauer gesagt, von dieser Szene:

Hinter den Kulissen

Gerne hätte ich selbst noch mehr Zeit in diesem Museum verbracht. Es gab einfach so viel zu sehen. Zu gerne hätte ich selbst noch ein kleines Spiel gemacht.

Aber meine Bilder hatte ich nach 3 Stunden im Kasten und jetzt gibt es viel für Sie zu entdecken.

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