Meine KI-Philosophie

Meine KI-Philosophie

Ich hatte als Kind diese Wimmelbilder. Stundenlang konnte ich darin verschwinden, Details suchen, Geschichten zwischen den gezeichneten Figuren erfinden. Vielleicht hätte ich KI-Kompositionen lieben müssen. Tue ich aber nicht.

Lesezeit: 2 Min.

Wenn ich heute mit der Kamera losziehe, dann will ich das sehen, was ich später zeige. Diese Authentizität ist mir wichtig, selbst wenn ich eine Illusion verkaufe. Klingt paradox? Ist es vielleicht auch. Aber es ist meine Art zu arbeiten.

Die KI kann inzwischen verdammt gut Gegenstände in Bilder einfügen. Ein Segelboot hier, eine Blume dort, vielleicht noch einen dramatischen Wolkenhimmel. Nur, wozu? Um zu spielen? Als Gag? Nicht mein Stil. Ich komponiere nicht am Computer, was ich nicht selbst fotografiert habe.

Stattdessen nutze ich KI als das, was sie für mich ist: ein weiteres Werkzeug im Werkzeugkasten. Wenn die Mittagssonne brutal von oben geknallt hat und die Haut aussieht wie eine Mondlandschaft, dann mache ich sie weicher. Bei heftiger Akne auch. Alles schon passiert. Die KI hilft mir dabei, schneller zu arbeiten, effizienter zu retuschieren. Sie optimiert meinen Workflow.

Das bedeutet: Ich verbringe weniger Zeit vor dem Bildschirm und mehr Zeit mit der Kamera. Mehr Zeit für das, was ich liebe. Für die Geschichten, die ich erzählen will. Für die Momente, die ich einfangen möchte.

Was ich nicht tue? Körper neu generieren. Habe ich noch nie gemacht. Werde ich nicht machen. Die Grenze ist klar. KI-generierte Fotos kennzeichne ich hier im Blog eindeutig, damit es nie Missverständnisse gibt.

Manche mögen das als Selbstbeschränkung sehen. Ich sehe es als Klarheit. Als Positionierung. Meine künstlerische Vision hat sich durch KI-Funktionen nicht verändert. Ich selbst möchte Bildgeschichten erzählen. Und möchte Sie mit meinen Fotos zum Träumen einladen. Bilder für Ihr Kopfkino erstellen.

Dafür brauche ich keine KI. Das kriege ich alleine hin.

Die Technologie entwickelt sich rasend schnell. Jeden Tag neue Möglichkeiten, neue Versprechen, neue Tools. Ich könnte mitschwimmen, könnte meine Arbeitsweise radikal verändern, könnte das tun, was viele machen. Oder ich bleibe bei dem, was mir wichtig ist: Fotografien, die ich selbst gesehen habe. Momente, die real waren. Bilder, die eine Geschichte erzählen, weil sie eine hatten.

KI ist mein Werkzeug, nicht mein Zauberstab. Sie beschleunigt meine Arbeit, aber sie definiert sie nicht. Das ist meine Philosophie. Transparent, klar, kompromisslos.

Und ehrlich gesagt: Ich fühle mich damit ziemlich gut.

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