The Seabed: Mellow 6/35

The Seabed: Mellow 6/35

Seit über zehn Jahren reise ich im Winter nach Fuerteventura, um dort Fotoserien zu erstellen. Jedes Mal versuche ich, etwas Neues auszuprobieren und mich nicht zu wiederholen. Im Laufe der Jahre ist das natürlich immer schwieriger geworden.

Lesezeit: 2 Min.

Gefühlt kenne ich jeden Stein im Norden. Das ist natürlich maßlos übertrieben, aber mir ist die Gegend schon sehr vertraut. Glücklicherweise bin ich auch im Kontakt mit Einwohnern vor Ort und habe schon so manche Geheimtipps von ihnen bekommen.

Einer davon ist eine Schlucht im Landesinneren. Sie ist nur sehr schwer zu erreichen und so versteckt, dass man sie leicht übersieht. Ehrlich gesagt hätte ich sie auch mit Google Maps niemals gefunden, wenn mich der liebe Pascal nicht dorthin gebracht hätte. Morgens, kurz nach Sonnenaufgang haben Alice und ich dann das Tal erkundet.

Wir nähern uns dem Ziel

Es handelt sich um ehemaligen Meeresgrund und obwohl es inzwischen um die 10 Kilometer vom Meer entfernt liegt, ist alles voller kleiner Meeres­schnecken­häuser und Muscheln. Die Felsen sind auch nicht aus Stein. Es ist einfach Sand.

Das Tal ändert sich mit Wind und dem seltenen Regen. Als wir dort waren, war es windig und kühl. Die Sonne lag hinter einer Wolkendecke versteckt, so dass es einen echten weißen Himmel gab. Eigentlich mögen wir Fotografen das nicht so sehr. Ein Himmel sollte klassischerweise blau sein. Aber warum eigentlich? Eine schattenlose Ausleuchtung hat irgendwie auch etwas.

Ich kenne einige Fotografen, die immer einen mobilen Lautsprecher dabei haben und dann beim Shooting Musik abspielen. Indoor mache ich das auch meistens.

Aber Outdoor? Das wäre für mich vollkommen absurd, da mich die Umgebung und die Stille bereits komplett umgehauen haben. Diese wollte ich doch fühlen und dem Modell auch die Gelegenheit dazu geben.

Die Stille war berauschend. Ein magischer Ort. Vielleicht fühlen Sie es auch, wenn Sie Alice auf den Fotos im Bildband betrachten.
Selfie im Wind

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