Unser Shooting war eigentlich ganz anders geplant. Avery sollte am Flughafen in Frankfurt ankommen, ich sollte sie abholen und sie dann draußen fotografieren. Sie flog aus Brüssel ein. Dann bekam ich eine Nachricht von Giacchi, bei dem sie übernachten wollte. Er fragte mich, wie ich mein Shooting geplant hatte, da Avery erst spät abends ankommen würde und es dann zeitlich etwas knapp werden könnte.
Avery hatte versehentlich den günstigsten Flug gebucht und kam von Brüssel mit Zwischenstopp über Rom nach Frankfurt. Nicht gerade eine Abkürzung von Belgien über Italien nach Deutschland zu reisen. Aber so etwas ist uns allen doch schon einmal passiert. Einmal nicht aufgepasst und schupps sitzt man im falschen Flieger.
Als großer Fan von schwarzer Unterwäsche muss ich auch immer wieder etwas Neues ausprobieren. Diesmal war es etwas für Beinliebhaber und Netzstrumpf-Radlerhosen. Ich meine, wie abgefahren ist das bitte?
Dabei war das Foto mit der Strumpfhose zuerst gar nicht in meiner Auswahl fürs Buch. Ich habe es auf Instagram als Ausschuss gepostet und so viele Likes für das Bild bekommen wie noch nie zuvor. Mich hat dies verwirrt und ich habe mir gedacht, dass es dann vielleicht doch kein Ausschuss sein sollte. So ist es jetzt im Bildband gelandet.
Ich merkte bei unserem Shooting, was für einen Unterschied es macht, ob die Sonne scheint oder nicht. Sonne ist so wichtig fürs Gemüt. Für die Stimmung. Wir blühen auf. Das sieht man in den Fotos. Sie sind ganz anders als meine Winterbilder mit Avery. Und nicht nur als Fotograf muss ich an dieser Stelle festhalten: Ich liebe die Sonne.
