Spontan fallen mir diese Fotografie-Genres ein:
- Porträt
- Landschaft
- Architektur
- Street
- Mode
- Produkt
- Hochzeit
- Event
- Reise
- Food
- Tier
- Sport
- Konzert
- Akt
Ich bin sicher, ich habe einige Genres in meiner Liste vergessen.
Ich habe mit Streetfotografie angefangen. Das ist am einfachsten, denn man muss nur mit der Kamera herumlaufen und abdrücken, wenn man etwas sieht, das einem gefällt. Aber sobald Menschen auf den Fotos sind, wird es schwierig, sie zu veröffentlichen. Und so habe ich es schnell wieder aufgegeben.
Mode hat mich schon immer interessiert, obwohl ich selbst ein ziemlicher Langweiler bin, wenn es um Kleidung geht. Aber es gibt trotzdem eine Faszination und ein Interesse.
Weil ich keine Kontakte in der Branche hatte und keine Lust hatte, Kleidung von H&M an Hobby-Models zu fotografieren, dachte ich, ich probiere es mal mit Akt. Das war Anfang der 2000er Jahre. Wirklich sehr amateurhaft damals. Und zum Glück habe ich keine meiner Anfängerfotos mehr.
Aktfotografie
In der Aktfotografie können die Darstellungen die menschliche Anatomie, Sexualität oder künstlerische Schönheit betonen und können sowohl künstlerisch als auch erotisch sein. Ich hatte das Thema Anatomie ausreichend in meinem Studium. Mit Knochen und Gelenken sowie Aktzeichnung. Davon habe ich profitiert.
Beim erotischen Akt konzentriert man sich auf die sexuelle Anziehung und das erotische Potenzial des Models. Die Fotos sind oft provokativ und unanständig. Aber vor allem billig und unprofessionell. Darauf hatte ich auch keine Lust.
Boudoir-Fotografie ist ein bisschen wie verhüllter Akt. Viel mit Dessous, viel ist bedeckt. Auch wenn man sagen könnte, einige meiner Fotos gehören zur Boudoir-Fotografie, konnte ich mich irgendwie nie mit dem Wort Boudoir anfreunden. Genauso wie bei Bodypainting oder Bondage. Diese Sachen gruseln mich einfach, sie sind überhaupt nicht mein Ding.
Es hat also eine ganze Weile gedauert, bis ich mein Subgenre innerhalb der Aktfotografie gefunden habe. Und bis heute kann ich nicht wirklich sagen, in welche Schublade ich gehöre. Ein bisschen Editorial Nude, wo man das Model in trendigen oder modisch orientierten Posen zeigt. Ich meine, die Posen in Vogue und Elle sind oft sowieso ziemlich verrückt.
Oder würde meine Arbeit als erotischer Akt oder sogar Softcore-Erotik eingestuft? Diese Art der Fotografie zeichnet sich durch eine erotische Stimmung aus, aber ohne explizite Darstellung von Genitalien. Der Hauptpunkt hierbei ist, eine erotische Atmosphäre zu schaffen und das Model in sinnlichen oder verführerischen Posen zu zeigen.
Ich mache Kunst, keinen Porno. Sinnliche und geschmackvolle Aktkunst.
Nicht so einfach, oder? Mein eigenes Credo ist schließlich wirklich nur, dass das Bild gut aussehen muss. Entweder das Kopfkino startet oder zumindest schaue ich mir das Bild gerne länger an. Wenn ich mir vorstellen könnte, es an die Wand zu hängen, ist es definitiv gut.
Allerdings funktionieren ziemlich viele meiner Bilder, wahrscheinlich die klare Mehrheit, nur im Kontext der Serie. Als Einzelbild ist es nur mittelmäßig, aber im Zusammenspiel der Serie steigert sich die Gesamtwirkung.
Und deshalb sind viele meiner Fotos eher für (Playboy-)Magazine und Bücher geeignet.